Herzlich willkommen beim EX-IN NRW e.V.- Beteiligung von Experten durch Erfahrung
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Jobprofil - Marlene Korzendorfer

Meine Ausbildung zur Genesungsbegleiterin schloss ich im August 2015 in Bochum ab. Im Anschluss hospitierte ich für 2 Wochen in einem stationären Wohnheim der Eingliederungshilfe von Bethel.regional.

 

Nach der Hospitation bekam ich eine knappe halbe Stelle (16 h / Woche) als Genesungsbegleiterin bei Bethel.regional. Für Bethel arbeite ich in einem stationären Wohnheim der Eingliederungshilfe in Gevelsberg. In diesem Wohnheim betreuen wir chronisch psychisch kranke Menschen und fördern sie auf ihrem Weg in die Arbeit oder eine geregelte Tagesstruktur.

 

      Aufgaben:

  • 2 Kochgruppen leiten ( mit ca. 8-10 Teilnehmern)
  • Beiratsassistenz (Der Beirat ist so etwas wie ein Betriebsrat für die Bewohner, hier geht es in der Hauptsache um Klientenbeteiligung an Entscheidungen, die das Wohnheim betreffen)

Ich begleite die Beiratsmitglieder zu Seminaren, halte monatliche Beiratssitzungen ab, und nehme an Beiratssitzungen mit der Leitung teil. Außerdem richten wir gerade ein Beiratsbüro im Haus sowie regelmäßige Sprechstunden ein )

 

  • Einzelangebote für Bewohner je nach deren Wunsch / Qualifikation
  • z.B. Einzelförderung Englisch - (eine Klientin wohnte über ein Jahr in England und spricht daher fließend Englisch, wir üben einmal die Woche gemeinsam)
  • z.B. Einzelförderung Qi Gong/Tai Chi – ( eine Klientin ist interessiert an Entspannungsmethoden. Da ich seit über 7 Jahren selber Tai Chi / Qi Gong mache – üben wir zusammen ein paar Qi Gong-Übungen.)
  • Begleitung von Außenterminen: Tagungen, Sommerfeste, Psychose-Seminar Gevelsberg.

Meine Erfahrungen bei Bethel sind überwiegend positiv: Ich komme gut im Team zurecht, mir wird freie Hand bei der Ausführung meiner Aufgaben gelassen. Meine Chefin traut mir viel zu und lässt mich sehr selbstständig arbeiten.

 

Einziges Manko: Ich darf nicht am Team teilnehmen. Das bringt allerdings mein geringer Stellenanteil mit sich. Das Team dauert teilweise 3-4 Stunden, da wäre fast ein Viertel meiner Arbeitszeit schon dahin.

 

Zusätzlich habe ich einen Nebenjob (12 h / Woche) beim LVR-Klinikum Essen angenommen. Ich arbeite hier auf der Station P4 für unbekannte Diagnosen und Borderline. 

 

       Aufgaben

  • offene Sprechstunde zum Thema Tagesstruktur und Umgang mit psychischer Erkrankung

(Hier führe ich Einzelgespräche, die ca. 30 Minuten dauern, die Patienten vereinbaren vorher einen Termin)

  • Begleitung der Kochgruppe
  • Mitwirkung in einer Fertigkeiten-Gruppe. (Bereich Psychoedukation)

Hier werden den Patienten (frei nach dem DBT-Programm für die Borderline-Persönlichkeitsstörung) Fertigkeiten beigebracht, die ihnen den Umgang mit der Krankheit erleichtern.

  • Teilnahme und Mitwirkung in der Teamsitzung

Da ich erst seit Anfang Oktober 2016 hier arbeite, kann ich nur einen ersten Eindruck schildern: Der LVR ist sehr gut vorbereitet, was EX-IN angeht, die Angestellten wissen alle Bescheid, einige haben sogar eine Schulung zum Thema besucht. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, die Akzeptanz ist sehr hoch und ich werde von der Projetkleitung für EX-IN begleitet. Es finden regelmäßig (ca. 1 mal im Monat) Gespräche statt. In diesem Rahmen kann ich schildern, wie es mir mit meiner Arbeit geht und ggf. auch Probleme ansprechen. Umgekehrt bekomme ich auch Feedback für meine Arbeit. Auf der Station, auf der ich arbeite, herrscht eine warme, herzliche Atmosphäre und das Team der Pflege, dem ich angehöre, ist sehr selbstbewusst.

 

Insgesamt erlebe ich meine Arbeit als sehr befriedigend. Die Klienten/Patienten bringen mir ein hohes Vertrauen entgegen, gerade weil sie sich mir etwas näher fühlen, da ich zum Teil ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Ich kann Hoffnung vermitteln, da ich über lange Jahre stabil bin und dadurch zeigen kann, dass eine psychische Erkrankung sich positiv beeinflussen lässt und dass man die Handlungshoheit über sein Leben zurückgewinnen kann, wenn man bereit ist, etwas dafür zu tun. Ich kann mein erworbenes Wissen darüber, wie man sich selbst helfen kann, bzw. wie man das psychiatrische Hilfesystem für sich nutzen kann, teilen.  Ich kann sagen, dass ich im psychosozialen Bereich ein berufliches Zuhause für mich gefunden habe, das mir weit mehr entspricht als meine beruflichen Vorerfahrungen im kaufmännischen Bereich. 

 

Nach wie vor bleibt das Schönste für mich das Bild davon, was EX-IN leistet – nämlich -  dass man aus den Zitronen, die man im Leben bekommen hat, Limonade für andere machen kann. In diesem Sinne hoffe ich sehr, dass sich die EX-IN-Bewegung weiter so positiv entwickelt. Ich glaube, dass sie eine sehr sinnvolle Ergänzung für das psychiatrische System bedeutet und einen wertvollen Beitrag zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen leistet.

 

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